Vegan für Anfänger: Ein Trend, der kaum mehr zu ignorieren ist

Vegan für Anfänger… Ein Trend, der kaum mehr zu ignorieren ist

Ich möchte Euch nur einen Einblick geben in die Welt der rasant zunehmenden Fleischreduzierer und -vermeider und wie Ihr diesen in Eurem Betrieb gerecht werden könntet. Ihr findet in diesem Artikel Zahlen, Fakten, Tipps und auch ein paar Rezepte zum Trend Veganismus.

Keine Sorge, niemand muss sich jetzt rechtfertigen, weil er/sie Fleischgerichtet anbietet, selbst gerne Fleisch isst, eigenen Speck und Käse herstellt oder auf die Jagd geht.

Ich bin Veganerin, aber: I come in peace.

Ich möchte Euch hier einen Einblick geben, wie Ihr auch VeganerInnen gerecht werden könnt unter Euren Gästen. Die werden Euch nämlich immer häufiger begegnen. Gerade wenn Teens mitreisen. Denn die militante Veganerin (über eine halbe Million Follower auf Tiktok, die Aufrufe ihre Videos auf youtube sind immer im fünfstelligen Bereich) wird von vielen Jugendlichen gefeiert, von Eltern gefürchtet, da der Konsum ihrer Videos zu Diskussionen am Kochtopf und am Esstisch führen.

VeganerInnen sind zwar noch eine Minderheit, es interessieren sich aber auch immer mehr Nicht-Veganer für diesen Lifestyle. Veganes Leben ist voll im Trend.

Wie viele Menschen gibt es in Deutschland, die auf tierische Lebensmittel verzichten?

Laut der Veganz-Ernährungsstudie von 2022 leben in Deutschland:

3% Menschen vegan,

7% vegetarisch (laut einer Statistika-Umfrage unter 23.500 Personen über 14 Jahren in Deutschland sind es 2023 sogar 8,12 Mio Vegetarier und damit 1,6 Mio mehr seit 2020),

2% pescetarisch und

sogar 31% flexetarisch.

Nur noch 56,5 Prozent sind omnivor. Zudem nehmen die Gruppen, die ihren Fleischkonsum einschränken, rasant zu seit Jahren. 57% der Nicht-Veganerinnen möchten den Konsum von tierischen Produkten künftig verringern, heißt es laut der zitierten Studie.

Interessant ist auch, dass Deutschland weltweit die Nummer 1 ist bei neuen veganen Produkteinführungen. Der deutsche Markt für Veggie Lebensmittel ist über 1,2 Milliarden Euro wert und wächst jährlich zwischen 25% und 33% (Klick für die Quelle). Viele der veganen Ersatzprodukte werden auch von omnivoren oder Menschen konsumiert, die nur wenig Fleisch essen. Einfach aus Neugier und weil es „cool“ ist. Das hat wohl auch die deutsche Burgerkette “Peter Pane” dazu bewegt, viel Geld und Zeit in die Entwicklung von fleischlosen Patties zu stecken, die inzwischen sogar vor allem anderen auf der Speisekarte stehen.

So spannend kann eine Speisekarte im veganen Restaurant sein (Hier: Agrivilla i Pini in der Toskana)
So spannend kann eine Speisekarte im veganen Restaurant sein (Hier: Agrivilla i Pini in der Toskana)

 

Was sind die verschiedenen Stufen des Fleischverzichts?

  • Flexitarier (die größte Gruppe): Diese Menschen essen überwiegend fleischlos, gönne sich aber ab und zu hochwertiges Biofleisch. Das heißt für Euch: Flexitarier haben nicht das Gefühl, was zu verpassen, wenn Sie Gerichte ohne Fleisch serviert bekommen. Im Gegenteil. Sie möchten nur wenig Fleisch und Fleisch aus artgerechter Haltung. Ihr müsst daher die Speisekarte oder das Menü nicht mit tierischen Produkten überfrachten.
  • Dann gibt es die Pescetarier: Diese essen kein Fleisch, dafür aber Fisch.
  • Ovo-Lacto-Vegetarier sind im Grunde die klassischen Vegetarier: Sie essen keine toten Tiere, aber Produkte, die von Tieren stammen wie Eier und Milchprodukte.
  • Veganerinnen: Sie essen gar keine tierischen Lebensmittel, also auch keine Milchprodukte oder Eier. Manche nehmen es ganz genau und essen z.B. auch keinen Honig, der ja von Bienen produziert wird.

Wo steckt Tierisches drin, wo man es nicht vermutet auf den ersten Blick?

Achtung: In vielen Lebensmitteln und Gerichten stecken tierische Produkte, auch wenn das nicht auf den ersten Blick logisch oder erkennbar ist. Wisst Ihr Bescheid und weist darauf hin, dass das servierte Bier oder die angebotene Schokolade vegan ist, freut sich der Veganer.

Beispiele für nicht vegane oder Tierleid verursachende Lebensmittel:

  • Schokolade: Sie enthält meist Milch.
  • Gummibärchen: Die Gelatine wird durch das Auskochen von Häuten, Knochen und Bindegewebe wie Sehnen, Knorpeln und Bändern in Wasser von Schweinen hergestellt.
  • Kokosmilch und Produkte mit Kokosmilch aus Thailand: In Thailand werden häufiger angekettete Affen dafür benutzt, die Kokosnüsse von den Bäumen zu holen.
  • Einige Chipssorten und Brote: Sie enthalten Schweinborsten (L-Cystein (E920) oder Chips oft auch Milchpulver.
  • Instant-Gemüsebrühe: Enthält oft Eiklar oder Rinderfett.
  • Bier und Fruchtsäfte: Manche Biere werden durch eine Fischblase gefiltert, in manchen Säften ist Gelatine enthalten.
Garantiert alles vegan - im Katzentempel in München
Garantiert alles vegan – im Katzentempel in München

Persönliche Tipps und Erfahrungen – inside a vegan Family

In meiner Familie hat Verzicht auf tierische Lebensmittel Tradition. Ich selbst bin seit meinem 13. Lebensjahr Vegetarierin (die Folge einer Reportage über Schweine in Anbindhaltung), meine Mutter wurde mit mir zusammen Vegetarierin und ist es geblieben – seit 3,5 Jahrzehnten. Zwei meiner Töchter haben nun seit einem halben Jahr beschlossen, sich nicht nur vegetarisch zu ernähren (auch das war ihre eigene Entscheidung nach einem Bauernhofbesuch), sondern auf vegan umzusteigen.

Begeistert war ich zunächst nicht, denn Veganismus ist noch mal eine ganz andere Liga als Vegetarismus. Als Vegetarier lässt frau einfach das Fleisch und den Fisch weg, in Restaurants ist das heutzutage auch meist kein Problem. Als Veganerinnen wurde unsere Ernährung komplizierter. Denn im Grunde mussten wir dafür zum Ernährungsexperten mutieren – wo ist Kalzium drin? Wo Proteine? Wo Eisen? – und völlig neue Rezepte ausprobieren. Zum Glück sind wir echte Foodies und haben Spaß daran, uns jeden Tag an neuen Gerichte zu versuchen (solltet Ihr mal eine Frage haben zu veganen Lebensmitteln oder Gerichten, wendet Euch gerne an mich: [email protected]). Zu Hause ist das daher kein Problem mehr, aber auf Reisen wird es manchmal schwierig. Die Argumente meiner Töchter haben mich jedoch am Ende überzeugt. Eine Liste der Gründe für Veganismus findet sich zum Beispiel hier.

Weiter geht’s mit unseren Tipps für Euch, damit Ihr auch VeganerInnen in Eurem Restaurant oder beim Frühstück glücklich machen könnt. Denn oftmals profitieren auch noch nicht-vegane Gäste davon.

Pesto-Pasta mit Parmesan ohne Käse
Pesto-Pasta mit “Parmesan” ohne Käse

Was VeganerInnen nicht gerne mögen

  • Jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße, Pommes und Marmelade auf trockenem Brot. Nudeln mit Tomatensoße ist was Feines, aber nicht jeden Tag. Vor allem brauchen Veganer auch Proteine und Kalzium. Nach einer Woche Italien haben wir daher einen Kohlehydrate-Überschuss und stürzen uns jedes Mal aufs Tofu, auf Soja-Joghurt, auf Hafermilch und aufs Weizenprotein (daraus wird z.B. der Fleischersatz „Beyond Meat“ hergestellt. Auch Mühlenwalder, das inzwischen mehr Umsatz mit fleischlosen Lebensmitteln als mit Fleisch macht, hat sehr leckere Produkte im Angebot).
  • „Einfach den Käse“ weglassen bei einem Gericht ist keine gute Idee. Denn das Gericht schmeckt dann meist nicht. Auch viele Veganerinnen sind Foodies (so wie wir) und wenn in einer Komposition ein Element fehlt, schmeckt es meist fad.
  • Thaicurry auf einer bayrischen Hütte. Das passt einfach nicht und schmeckt meist nicht besonders thailändisch. Es stimmt, die meisten VeganerInnen essen viel asiatisch, da die asiatische Küche einige vegane Gerichte hergibt. Das bedeutet aber auch: VeganerInnen sind meist – aus der Not heraus – gute Köche und werden daher manchmal ein besseres Asia-Menü zaubern als der österreichische Koch. Daher: Viel besser kommt es an, wenn Ihr traditionelle Gerichte veganisiert oder lokale Gerichte auf die Karte setzt, die von Haus aus vegan sind.
  • Nur ein veganes Gericht auf der Karte anbieten. Auch Veganer mögen manche pflanzlichen Lebensmittel nicht. Ich zum Beispiel mag keine rote Beete, Gastwirte scheinen jedoch zu denken, dass ein veganes Gericht immer rote Beete beinhalten muss. Vegan ist inklusiv: Auch all die anderen Fleischreduzierer (fast die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland inzwischen) werden sich über ein veganes Gericht freuen. Es schadet daher sicher nicht, 2-3 Gerichte ohne tierische Produkte auf der Karte zu haben (Beispiel Oktoberfest 2023: Die Ochsenbraterei (!) hatte ganz oben auf der Karte 5 vegane Gerichte. Übrigens von Brotzeitbrettl über Frikadelle alles super bayerisch).
Wir konnten unser Glück auf dem Oktoberfest kaum fassen - so viele vegane Gerichte auf der Karte. Und die Wurst sah so echt aus, dass sie die Küche lieber mit einem Fähnchen versehen hat, um Verwechslungen zu vermeiden
Wir konnten unser Glück auf dem Oktoberfest kaum fassen – so viele vegane Gerichte auf der Karte. Und die Wurst sah so echt aus, dass sie die Küche lieber mit einem Fähnchen versehen hat, um Verwechslungen zu vermeiden

Was VeganerInnen happy macht

  • Auf dem Frühstücksbuffet:
    • Ein veganer Waffelteig ohne Ei und Milch (es gibt gute Ersatzprodukte, z.B. Hafermilch oder Eiersatz aus Kichererbsen – findet sich inzwischen in jedem gut sortierten Supermarkt). Netter Nebeneffekt: So können auch Menschen, die laktoseintolerant sind, Waffeln essen.
    • Vegane Aufstriche mit Linsen oder Bohnen, Olivenpaste, veganer Schoko-Aufstrich (Rapunzel Nougatcreme ist mit Abstand die Beste! Besser als Nutella!), Guacamole, Hummus, vegane Butter (die von Meggle schmeckt am besten). Quark kann sehr gut durch Alnatura Quarkalternative ersetzt werden. Schmeckt ohne Gewürze nicht besonders, aber mit einer kleinen „Behandlung“ so täuschend echt, dass keiner den Unterschied merkt: Quarkersatz, ein bisschen Knoblauch, Salz, viel Zitrone, Pfeffer und frische Kräuter. Fertig.
    • Veganes Rührei: Man nehme dafür einfach alle Zutaten, die man sonst ins Rührei tut, statt dem Ei aber Seidentofu mit ein bisschen Kala Namak (schwarzes Salz, das schwefelig riecht und schmeckt) und Kurkuma. Fertig.

 

Kuchen und Muffins: Diese beiden Rezepte – einfach und mega lecker – habe ich schon mehrfach an Nicht-Veganer weitergeben, weil sie sie so schmackhaft fanden. Das Erstaunen war groß, dass es sich um vegane Kuchen handelte (hatte keiner gemerkt): Zitronenkuchen (ich füge noch 3 Teelöffel Mohn hinzu und dekoriere mit essbaren Blüten) und Blaubeercrumble-Muffins.

Unser vegane Zitronenkuchen

Pralinen: Ja, sie kosten ein Vermögen, aber es sind mit Abstand die besten Pralinen, die ich je gegessen habe. Und ich meine damit ALLE Pralinen, ob vegan oder nicht vegan. Das Bernsteinzimmer macht alle Pralinen per Hand, ist ein rundrum soziales, nachhaltiges Unternehmen und die süßen Teilchen sind ein Gedicht! Auch schon eine Einzelne würde jeden Gast – ob vegan oder nicht – sicher glücklich machen.

Die veganen Bernstein-Zimmerpralinen sind ein Gedicht!
Die veganen Bernstein-Zimmerpralinen sind ein Gedicht!

Traditionelle Gerichte ohne Ersatzprodukte, die schon immer vegan waren: Ein tolles Kochbuch mit Rezepten aus aller Welt ist das Buch „immer schon vegan“ (leider gibt es keine englische Übersetzung dazu – kennt jemand ein englische Pendant, wäre ich über einen Hinweis dankbar). Vom spanischen Gazpacho, über die italienische Pizza Marinara bis hin zur französischen Artischocke findet Ihr dort viele vegane Gerichte, an die man im ersten Moment gar nicht denkt. Denn: Viele alte Rezepte kommen ohne tierische Produkte aus, weil diese auch nicht immer verfügbar waren.

Pizza Marinara am Gardasee
Pizza Marinara am Gardasee

Traditionelle Gerichte in vegan nachgekocht: Es gibt inzwischen für fast jedes Gericht eine vegane Rezeptalternative – denn Veganer essen ja meist kein Fleisch, weil sie es nicht mögen, sondern weil sie Tierleid verhindern wollen. Sei es Käsespätzle, Kötabuller, Weihnachtsgans oder Apfelstrudel. Ein toller Link ist dieser , dieser oder auch dieser („vegane Wunder“ hat auch einen Instagram Account mit einfachen Rezepten und ein super Kochbuch, leider kenne ich keine englischen veganen Influencer, ich habe hier aber eine Liste gefunden.). Oder ein Gericht kann durch eine kleine Anpassung schnell vegan werden wie z.B. beim Risotto, wo der Parmesan durch eine vegane Parmesan-Alternative ersetzen werden kann. Auch interessant: In der Milcheistheke ist Zitrone und Mango meist vegan.

Mini-Käsekuchen in vegan im Agrivilla i Pini in der Toskana

 

Für vegane Gäste ein paar Restauranttipps zusammenstellen oder Spezialitäten Eures Landes auflisten, die vegan sind. In jeder Kultur gibt es sowas, glaubt mir! Man muss nur ein wenig nachdenken. Wir wären zum Beispiel nie darauf gekommen, Pizza Marinara zu bestellen. Das hörte sich so nach Meeresfrüchten an, ist aber eine vegane italienische Pizza (Danke, Francesca vom San Giorgio Resort!). Auch Spaghetti Al‘ Assassinata steht bei uns jetzt hoch im Kurs in Italien. Und es gibt sicher auch in Eurer Nähe Restaurants, die zumindest einzelne vegane Optionen anbieten – manchmal sogar eher „aus Versehen“ (Happy Cow ist eine gute Quelle für reisende Veganer. Wer weiß, vielleicht werdet Ihr in dieser Datenbank auch bald von einem Veganer empfohlen;-) Wir schauen uns dort jedenfalls immer um, bevor wir auf Reisen gehen).

Das vegane Abendmenü im Ellmauhof in Österreich war eine Wucht!
Das vegane Abendmenü im Ellmauhof in Österreich war eine Wucht!

Ich hoffe, ich konnte Euch ein paar Inspirationen geben für vegane Gerichte und Euch die Angst vor den „militanten Veganern“ nehmen. Die meisten sind ganz umgänglich, haben kein Problem damit, wenn neben ihnen jemand ein Stück Fleisch isst, und sind richtig dankbar, wenn Ihr ihnen mit einem Angebot entgegenkommt. In diesem Sinne: Guten Appetit!

Die Autorin und Gründerin der Little Travel Society - Hasen landen bei ihr nicht im Kochtopf
Sonja, Autorin dieses Artikels und Gründerin der Little Travel Society – dieser Hase kann sich entspannen. Er wird nicht in ihrem Kochtopf landen.


Zuverlässiges Tracking der Little Travel Society Klicks

Tracking der Klicks von der Little Travel Society

Plötzlich keine Klicks mehr zu sehen von uns in Eurem Google Analytics? Das es immer mal wieder Probleme bei Umstellungen auf https oder von Google Analytics gibt und gab, haben wir einen Workaround für Euch, wie Ihr immer zuverlässig unsere Klicks tracken könnt.

Immer mal wieder erreicht uns die Frage: Wir sehen keine Klicks mehr von Euch in unserem Google Analytics seit diesem Monat. Habt Ihr was umgestellt?

Klar, es kann schon sein, dass uns mal ein Trackingmalheur passiert. Sprecht uns daher gerne an! Bisher waren es aber immer äußere Umstände, die wir leider auch nicht beeinflussen können. Vor ein paar Jahren gab es bei der Umstellung von http auf https beispielsweise Probleme. Dabei gingen leider oft die Tags der Herkunftsseite verloren, da diese als „unsicher“ raus gelöscht wurden. So konnte der Traffic von Little Travel Society bei einem normalen Link nicht immer erkannt werden in vielen Google-Analytics-Systemen der Zielseiten. Gerade wenn es eine interne Umleitung von http auf https für der Ziel-Seite gab. Das Problem der Nichttrackbarkeit trat erneut bei einigen Kund*innen im April 2022 auf, da am 1. April 2022 Google von Universal Tracking auf Google Analytics 4 umgestellt hatte.

Damit unserer Klicks trotz dieser diversen Umstellungen immer trackbar bleiben, schicken wir vorsichtshalber den Parameter „lts“ (für Little Travel Society) bei jedem Link mit. Diese Parameter bleiben erhalten und es ist die sicherste Methode, um den Traffic zu tracken, der von der Little Travel Society zu Euch rüber schwappt.

Es gibt zwei Wege, um diesen Traffic über den lts Paramter zu tracken in Eurem Google Analytics:

  • Verhalten – Webseitencontent – alle Seiten – oben in der Lupe „from=lts“ eingeben oder…
  • Verhalten – Übersicht –  rechts unten auf „vollständigen Bericht anzeigen“ klicken – In der Suche (Lupe) „from=lts“ (für Little Travel Society) eingeben

Egal, welchen Weg Ihr wählt, im Bericht erscheinen alle Klicks auf unserer Seite, die auf Eure verlinkte Seite führen. Mehrfache Klicks von einer Person werden nicht doppelt gezählt.

Ein wichtiger Hinweis ist noch: Der erste Buchstabe ist kein großes „I“, sondern ein kleines „l“ (wegen lts = Little Travel Society)

Ich hoffe, das hat bei Euren Tracking Problemen weitergeholfen und ich bin mir sicher, Ihr seht da jetzt viele, viele Klicks und alles sind hoffentlich wieder zufrieden.

Dies ist ein Artikel von mir, Daniela. Ich kümmere mich bei der Little Travel Society u.A. um die Rechnungsstellung sowie um die größeren und kleineren Anliegen und Probleme von Euch, unseren Kund*innen. Solltet Ihr Fragen dazu haben, erreicht Ihr mich unter [email protected].

Eure Daniela von der Little Travel Society


Facebook Workshop für Gastgeber*innen

Facebook Workshop für Gastgeber*innen

Wir zeigen Euch, dass Facebook gar nicht "old school" ist, sondern ein hilfreiches Tool, um neue Gäste zu gewinnen. Wir erklären, was ihr bei Euren Posts beachten solltet und wo Ihr die wichtigsten Kennzahlen findet. Außerdem wagen wir einen Sprung ins Thema Facebookwerbung. Immer im Hinterkopf haben wir dabei, dass Ihr wenig Zeit habt. Viele dieser Tipps & Tricks könnt Ihr daher mit wenig Zeitaufwand umsetzen.

Facebook steht ja bei einigen von Euch – im Gegensatz zu Instagram – nicht so hoch im Kurs. Auch wenn das bei Euch so ist, lest bitte trotzdem weiter! Denn Facebook bietet Euch immer noch viele Möglichkeiten, ergänzt Instagram sehr gut und viele Tipps lassen sich im Übrigen auch auf Instagram übertragen.

Facebook – warum braucht man das überhaupt?

In den letzten beiden Workshops haben wir Euch Tipps und Tricks für Instagram gezeigt. Schaut da auch gerne noch mal rein! Hier lang -> Instagram Basics für Gastgeber*innen  und Instagram Workshop für Gastgeber*innen Teil II.

Aber warum kommen wir jetzt mit Facebook um die Ecke? Ist die Plattform nicht auf dem absteigenden Ast? Wer benutzt Facebook überhaupt noch? Wir haben doch schon Instagram, sind bei Facebook nicht die gleichen Leute? … werdet Ihr Euch jetzt vielleicht fragen.

Da können wir ganz klar sagen: Facebook ist nach wie vor wichtig und es gibt zum Beispiel bei unserem Little Travel Society Account nur eine sehr kleine Schnittmenge von Leser*innen, die uns sowohl bei Facebook als auch Instagram folgen. Wir sprechen also auf jedem Kanal eine andere Gruppe Menschen an. Es gibt zudem verschiedene Studien, die belegen, dass bei Facebook vor allem die Generation 30+ kontinuierlich unterwegs ist. Also genau Eure Zielgruppe, Eltern mit Kindern.

Die Nutzung von Facebook hat sich jedoch gewandelt, es wird weniger zum persönlichen Austausch genutzt, ist nicht mehr so social wie Instagram. Dafür dient es vermehrt als Informationstool. Die User suchen auf Facebook auch nicht das perfekte Werbefoto wie auf Eurer Webseite, sondern eher den echten Blick aus dem Fenster. Und – anders als auf der Webseite – habt Ihr bei Facebook die Möglichkeit, direkt mit Euren Gästen in Kontakt zu kommen und eine Community aufzubauen.

In diesem Workshop möchten wir Euch deshalb wichtige Tipps an die Hand geben, wie Ihr einen erfolgreichen Facebook Post schreibt, wo Ihr ablesen könnt, welche Posts am besten bei Euren Followern ankommen und wie Ihr den Algorithmus für Euch nutzt. Und vor allem, wie das auch mit wenig Aufwand zu bewerkstelligen ist.

Die meisten Leser*innen nehmen sich nur wenige Sekunden, um Euren Beitrag zu lesen. Deshalb beachtet folgende Punkte:

Ein erfolgreicher Facebook Post – so geht’s!

  • Sucht Euch mindestens ein passendes Foto oder kurzes Video für Euren Post. Ein Bild erhält deutlich mehr Aufmerksamkeit.
  • Wählt eine fesselnde, überraschende Überschrift oder mit einem Bezug, der viele Leser anspricht (z.B. “Braucht Ihr auch eine Pause vom Geschenke einpacken?” oder “Wir haben etwas Neues, das vor allem die Papas freuen wird”)
  • Verliert Euch nicht zu sehr im Detail. Klar, Ihr kennt Euer Haus in- und auswendig. Aber die Leser*innen nicht. Daher kommen eher allgemeine Posts zu Eurem Haus, Euch selbst und was Ihr bietet, besser an, als zum Beispiel die Info, dass Ihr jetzt ein drittes Dreirad angeschafft habt. 
  • Baut viele Emojis ein. Ich bin kein Freund dieser kleinen Dinger, aber musste mich eines Besseren belehren lassen: Texte mit Emojis bekommen mehr Interaktion, weil sie die Gefühle der Leser*innen ansprechen und helfen, den Text besser zu verstehen.
  • Fügt am Ende einen Call To Action oder eine Frage an: Stellt eine Frage, die die Leser zum Kommentieren animiert. Je mehr Kommentare, desto interessanter stuft der Algorithmus Euren Beitrag ein und um so mehr wird er anderen Leser*innen ausgespielt. Oder – wenn Ihr z.B. möchtet, dass die Leser Eure Webseite besuchen – fügt einen sog. “Call to Action” hinzu. Bedeutet: Ihr fordert die Leser*innen auf, etwas zu tun wie z.B. “Klickt jetzt schnell hier fürs Angebot!”.
  • Wichtig – beantwortet die Fragen der Leser unter dem Post möglichst schnell. Nach einer Woche wird sich der ein oder andere gar nicht mehr an seine Frage erinnern. Und auch auf unserer Little Travel Facebookseite könnt Ihr in Posts zu Eurem Haus natürlich fleißig kommentieren. 

Stufe II: Das Finetuning für perfekte Facebook Posts

Der Facebook Algorithmus sammelt alle Daten und bereitet Sie strukturiert für Euch auf. Das ist Eure Statistik, die ihr in Eurem Facebook Business-Konto unter der Bezeichnung Insights findet. Reichweite, Besuche und Beiträge sind einige Daten, die hilfreich sind.

⇒ Die Insights

Ganz einfach: Wenn Ihr wisst, welcher Post gut ankam und welcher nicht, wisst Ihr nächstes Mal, was Eure Gäste sehen möchten. Aber wo findet man diese?

Die Insights findet Ihr wie folgt:

⇒ Der beste Zeitpunkt

Wenn ihr Euren Beitrag postet, wenn die meisten Eurer Follower online sind, erhöht Ihr auf einfachstem Weg die Reichweite des Beitrags. Das erklärt sich so: Wenn viele Eurer Follower in dem Moment online sind, wenn Ihr postet, bekommen sie den Beitrag sofort angezeigt und interagieren. Der Algorithmus stuft den Beitrag als interessant ein und spielt ihn weiteren Nutzern priorisierter aus.

So geht es: Öffnet Eure Facebook Seite (Desktop) und klickt links in der Spalte auf Insights.

Dort lasst ihr Euch von den vielen Diagrammen nicht ablenken und klickt auf “Beiträge”.

Der Reiter “Wann sind deine Freunde online” sollte automatisch als Erstes angezeigt werden. In der Grafik seht ihr die Spitzen und Rückgänge der Aktivität. So lässt sich nachverfolgen, wie viele Eurer Follower zu jeder Stunde des Tages aktiv sind. Ihr könnt diese Informationen für jeden Tag der Woche anzeigen lassen. In unserem Fall gibt es aber nur minimale Abweichungen bezüglich des Wochentages. Die Unterschiede zu den verschiedenen Uhrzeiten sind allerdings enorm.

Regelmäßiges Posten zahlt sich aus

Warum ist regelmäßiges Posten wichtig? Wenn Ihr häufig neue Beiträge postet, zeigt ihr Euren Abonnent*innen, dass ihr aktiv und an Euren Gästen interessiert seid. Veraltete Beiträge erwecken keinen guten Eindruck und Gäste fragen sich vielleicht, ob Ihr überhaupt noch geöffnet habt. Das im alltäglichen Geschäft natürlich schwierig und wenn Ihr mal eine Lücke für die sozialen Medien habt, fällt Euch sicher ausgerechnet genau dann nichts Gutes ein. Eine gewisse Planung hilft da enorm. Ihr könnt die Posts nämlich komplett vorplanen für bestimmte Tage & Zeitpunkte. Und zwar im Creator Studio (oder auch in der neuen Meta Business Suite). Ich beziehe mich hier auf das Creator Studio, aber die Abläufe in der Meta Business Suite sind in den meisten Fällen sehr ähnlich. Am besten findet Ihr das Creator Studio übrigens, wenn Ihr eingeloggt seid bei Facebook und einfach “Facebook Creator Studio” googlt. Über die Facebookseite klickt man sich da nämlich manchmal müde. 

Video: How-to fürs Planen eines Posts im Facebook Creator Studio

In diesem Video zeigen wir Euch noch mal sozusagen live, wie Ihr im Creator Studio einen Post anlegen könnt (ich hoffe, es ist für Euch in Ordnung, dass wir der einfachheithalber nur eine englische Version gebastelt haben – die “Handgriffe” sind in der deutschen Variante dieselben:

 

Jetzt denkt Ihr vielleicht: Dafür finde ich niemals die Zeit. Dann nutzt doch diesen Hack:

Wenn ihr bei Instagram postet oder Storys hochladet, könnt ihr diese automatisch in Facebook teilen. Dafür müsst Ihr nur einmalig in den Einstellungen eine Änderung vornehmen.

Instagram Posts automatisch bei Facebook posten – so geht’s:

  1. Prüft ob ihr für beide Apps die aktuellste Version auf Eurem Handy habt
  2. Öffnet die Instagram-App
  3. Klickt auf Eurer Profilbild unten links in der Ecke
  4. Tipp auf die drei Balken oben links in der Ecke
  5. Es erscheint eine lange Liste, davon wählt ihr Einstellungen (Zahnrad)
  6. Wählt den Bereich Konto aus
  7. Öffnet die Option “In anderen Apps teilen”
  8. Klickt auf Facebook
  9. Schiebt die beiden Regler unter “Automatisch teilen” auf blau

Die Instagram-Beiträge und -Stories werden so immer auch auf Facebook geteilt. Gut zu wissen – Ihr könnt diese Einstellung jederzeit ändern, wenn ihr einen neuen Beitrag oder eine neue Story teilt.

So geht’s:

Facebook Werbung funkioniert auch mit kleinem Budget

Werbung auf Facebook und Instagram ist eine gute Möglichkeit, auch mit kleinem Budget die richtigen Menschen (die Zielgruppe) zu erreichen. In Eurem und unserem Fall Familien, die Urlaub machen möchten. Facebook bzw. das Unternehmen Meta bietet dafür verschiedenste sehr ausgeklügelte Möglichkeiten. Um einen Durchblick in diesem Dschungel zu erhalten, werden mittlerweile Workshops im vierstelligen Bereich angeboten. Auch Facebook selbst gibt diverse Hilfestellungen auf seiner Seite und bietet Unterstützung per Telefon etc. an. Mit Werbung werden Eure Follower, “Gefällt-mirs” und Kommentare mehr und Eure Beiträge werden mehr geteilt. Eure Sichtbarkeit wird dadurch größer und mehr Reisewillige werden auf Euch aufmerksam. Eine allumfassende Erklärung können wir in diesem Rahmen zwar nicht geben, aber vielleicht können wir Euch inspirieren, es doch mal zu versuchen, mit der Werbung auf Facebook.

Der einfache Weg zur Facebook Werbung

Facebook empfiehlt Einsteiger*innen, Werbeanzeigen über den blau hervorgehobenen Button „Beitrag bewerben“ unter Eurem Post zu erstellen. Facebook übernimmt in diesem Fall nämlich sämtliche Einstellungen für Euch und Ihr bekommt auch nur eine eingeschränkte Auswahl an Ergebnissen, die ihr Euch direkt in der App anschauen könnt.

So geht’s:

Wählt einen Beitrag, der bei Euren Followern gut ankam. Das ist Euer organischer Content. Unten rechts in diesem Beitrag findet ihr den Button „Beitrag bewerben“. Klickt darauf und legt fest, wie viel ihr ausgeben möchtet. Für den Anfang reichen sicherlich 50 Euro. Und keine Sorge, Facebook geht niemals über das festgelegte Budget hinaus. Somit wird aus dem organischen Content in einem Schritt bezahlter Content. Facebook zeigt den Beitrag dann Nutzer*innen, die Euch nicht folgen, sich aber für das Thema Reisen bzw. Urlaub interessieren. Wir haben übrigens die Erfahrung gemacht, dass wir durch die Werbung auf Facebook mit geringerem Einsatz mehr Menschen erreichen.

Ihr benötigt übrigens keine professionellen Werbefotos oder Videos von einer Werbeagentur. Im Gegenteil, bei einem privaten Handyvideo denkt der Follower: “Cool, unter all der Werbung sehe ich mal wieder ein Urlaubsvideo von einem Freund” und klickt drauf.

⇒ Dos und Don´ts für Videos für die Werbeanzeige

Extratipp: Auch wenn Euer Video ohne Ton funktionieren soll, überfrachtet es nicht mit Text. Das gilt auch für Bilder: Facebook behauptet, dass Anzeigenbilder, deren Textanteil unter 20% liegt, erfolgreicher sind. Und auch hier könnt Ihr Eurem Button übrigens einen Call to Action hinzufügen (z.B. “jetzt anmelden!”). Nutzt das auf jeden Fall! Dieser kleine psychologische Trick wirkt Wunder.

Boom! Jetzt habt ihr es geschafft. Mit der Werbung habt ihr interessierte Menschen auf die erste Seite Eurer Webseite bekommen, die sogenannte Landingpage.

Die Landingpage sollte sehr übersichtlich und leicht navigierbar sein. Hier zeigt ihr Euch von Eurer besten Seite. Am professionellsten und stimmigsten wirkt es, wenn ihr das Branding (Aussehen, Eindruck und Stil) der Anzeige eindeutig mit dem, was der Leser auf der Landing Page sieht, verbindet.

So! Wir hoffen, wir konnten Euch mit dem Workshop etwas mehr Licht ins Facebookdunkel bringen. Nächstes Mal steigen wir dann etwas detaillierter ins Thema Werbung ein. Und da es jetzt schon eine Tradition ist, werden wir im nächsten Jahr wieder einen Workshop für Euch vorbereiten. Wenn es nach Antonias Wünschen ginge, stände das Thema Canva und seine Vielfalt an visuellen Gestaltungsmöglichkeiten hoch oben auf der Liste. Und was wünscht ihr Euch?

Diesen Workshop hat unsere Social-Media-Lady Antonia für Euch verfasst. Sie betreut unseren Instagram Account und repostet Eure Bilder und Stories, wenn Ihr uns taggt. Zudem ist sie für Kommentare, PINs und Co auf Facebook und Instagram zuständig. Schreibt Ihr gerne, wenn Ihr eine Rückfrage zum Workshop habt – via Mail an [email protected].

Eure Antonia von der Little Travel Society


Umfrage 2020: Familien-Features in Unterkünften

Umfrage unter den Little Travel Society Leser*innen - was macht eine kinderfreundliche Unterkunft aus?

Wir haben uns gefragt, worauf deutsche Familien im Urlaub mit Kindern in einer Unterkunft besonders wert legt. Ist es der Windeleimer oder doch eher der Rausfallschutz, der Kleinkindeltern glücklich macht? Auch nach den No-Gos der Gäste haben wir unsere Leser*innen gefragt. Spannend fanden wir, dass es manchmal die Kleinigkeiten sind, welche den Urlaub für Familien rund machen…

Ja, was erwarten denn Eltern eigentlich von einer kinderfreundlichen Unterkunft? Ist es der Windeleimer, der Hochstuhl oder die Kinderbetreuung, welchen den feinen Unterschied machen? Das wollten wir gerne von unseren Leser*innen wissen.

Im November 2020 haben wir daher unsere Follower auf Instagram, Facebook und in unserem Newsletter gebeten, Fragen rund um die Themen Kinderbetreuung und Ausstattung zu beantworten. 639 Teilnehmer haben teilgenommen.

Kinderbetreuungswünsche: Mix aus Family- und Me-Time sowie ungestörtes Abendessen

Die Mehrheit der Befragten (63%) nutzt die Kinderbetreuung in Unterkünften. Die meisten Eltern verbringen aber im Urlaub natürlich auch gerne Zeit mit ihren Kindern und brauchen daher keine ganztägige Betreuung für ihre Kinder. 84% sind der Meinung, dass ein sporadisches Kinderprogramm völlig ausreichend ist.

Daher wäre auch ein Mix aus Kinderprogramm und Eltern-Kind-Programmen ideal für die meisten Eltern (91%).

Nur beim Abendessen – da hätten die Eltern gerne ihre Ruhe, um mal ganz gemütlich zu Ende zu schmausen, während die Kinder betreut sind. 57% der Eltern nennen diesen Punkt, der damit zur wichtigsten Kinderbetreuungszeit wird. Überraschenderweise finden nur 26% der Eltern ein Kinderessen vor dem Erwachsenenessen sinnvoll.

Nette Betreuer*innen stehen für Eltern an erster Stelle bei der Kinderbetreuung

Spannend – angesichts so manchem Superlative-Indoorspielplatz in großen Familienhotels – fanden wir die Tatsache, dass sich 64% der Antworten zur Kinderbetreuung auf das Personal bezogen. Die Ausstattung spielte kaum eine Rolle, 18% interessierten sich noch für das Programm. Es scheint so einfach zu sein: Den Eltern waren zum einen die Soft Skills der Betreuer*innen wichtig – Mama und Papa möchten ihre Kinder mit einem Lächeln empfangen sehen und das Gefühl haben “die ist nett”. Einige Eltern nannten aber auch die Kompetenz der Betreuer*innen als wichtiges Kriterium. Geschultes und kompetentes Personal ist für viele eine wichtige Grundvoraussetzung. Beim Programm war unseren Leser*innen vor allem wichtig, dass die Kinder in der Natur sind und sich kreativ ausleben können.

Ein sauberes Spielzimmer mit viel Licht (dafür ohne Fernseher) ist ein Basic

Was sind denn aber die No-Gos für Eltern? Am meisten stört unsere Leser*innen, wenn das Spielzimmer nicht sauber ist (77%) oder die Kinder nicht genügend Platz zum Toben und Spielen haben (68%). Auch zu späte Essenszeiten – wie es oft in südlichen Ländern der Fall ist – oder unflexible Essenszeiten, die oftmals nicht mit dem Hunger des Nachwuchses übereinstimmen, sind für die Mehrheit der deutschen Eltern ein Problem. Zudem gehört ein Fernseher im Spielzimmer für knapp die Hälfte der Eltern (46%) nicht zur guten Ausstattung, sondern auf die No-Go-Liste.

Familien mit Kleinkindern haben eigentlich recht einfach zu erfüllende Wünsche

Babyeltern kommen oft besonders müde im Urlaub an. Daher wünschen sich immerhin 40% der Eltern mit Kindern unter 3 Jahren eine Kleinkindbetreuung.

Erstaunlich fanden wir, dass es oft eher Kleinigkeiten sind, welche das Leben von Kleinkindeltern im Urlaub enorm vereinfachen. Auf der Must-Have-Liste von Kleinkindeltern stehen ganz oben: Rausfallschutz fürs Bett (85%), eine Fensterverdunklung (81%) sowie Steckdosensicherung (70%) und eine Waschmaschine für die kleinen Malheure zwischendurch (63%).

Auch interessant: Kinderräder und Kindersitze sind ein großer Wunsch vieler Eltern. Denn nur so können auch Eltern mobil sein auf einem Drahtesel. 82% der Eltern würden sich daher über Kinderräder und Kindersitze fürs Fahrrad (77%) freuen. Ein Babyphone mit genügend Reichweite zum Restaurant (73%) und Bollerwägen (59%) stehen übrigens auch noch hoch im Kurs bei den Eltern.

Fürs Restaurant sind Malsachen von den Gastgeber*innen schnell besorgt, machen aber Eltern und Kinder richtig glücklich (89%), Hochstühle sind ein absolutes Basic (90%). Auch eine Spielecke kommt bei Eltern gut an (86%) und wieder werden “etwas frühere Essenszeiten” für Kleinkinder als wünschenswert genannt (64%).

Für ältere Kinder steht das Erlebnis im Vordergrund

Aber was wünschen sich denn Eltern von größeren Kindern? 38% der Eltern sind der Meinung, dass ihre Schulkinder vor allem glücklich werden bei einem abwechslungsreichen Actionprogramm. Sport, Werken, Reiten, Experimentieren statt Fernsehen wünschen sich Eltern für ihre größeren Kinder. Dabei werden dann auch Räumlichkeiten und die Ausstattung wieder wichtiger. Eine coole Chillecke für Jugendliche, Pumptracks, Fußballplätze, Kletterwände wurden von den Eltern vorgeschlagen. Einige Eltern legen aber auch wert darauf, dass sich noch andere Kinder im gleichen Alter auf der Anlage befinden, damit der Nachwuchs gemeinsam losziehen kann und schnell neue Freunde findet.

Ideen von Eltern für noch coolere Unterkünfte: Wie wärs mit einem Bällebad im Zimmer?

In einer offenen Frage haben wir unsere Leser*innen gefragt: Was habt Ihr denn schon mal in einer Unterkunft vorgefunden, das Ihr richtig toll fandet? Mehrfach genannt wurden: Spielsachen im Zimmer, Spielecke im Restaurant, Babysitter während des Abendessens, Nachtlicht, Wasserkocher, Babyphones, Kraxen und Trockner. Es kamen aber auch so besondere Features wie z.B. “Bällebad im Zimmer”, “schönes Stillzimmer mit Daybed, Lichterkette etc.”, “Laufstall am Schwimmbad”, “Familienbetten” oder “Windelservice”. Was auch relativ einfach umzusetzen ist: Hocker im Bad, Lätzchen und Feuchttücher im Restaurant, Kinderbesteck oder Kindersitz für die Toilette.

No-Gos für Eltern in familienfreundlichen Unterkünften – bitte kein Pommes-Buffet für die Kinder!

In noch einer offenen Frage haben wir unsere Leser*innen gefragt: Was habt Ihr schon mal in einer Unterkunft vorgefunden, das aus Eurer Sicht gar nicht geht? Langweiliges, schlechtes Kinderessen – wahrscheinlich bestehend aus Pommes und Chicken Nuggets – geht heute gar nicht mehr für die meisten Eltern. Auch hellhörige Zimmer, ein ungesicherter Pool, fehlender Treppenschutz und fehlende Verdunklungsmöglichkeit, ein unsauberes Spielzimmer, späte Essenszeiten (da wären sie wieder, die Essenszeiten!) und “das Gefühl, dass die Kinder – auch bei den Mahlzeiten – stören” sind absolute No-Gos.

Wer es noch genauer wissen möchte, was unsere LeserInnen geantwortet haben, findet hier übrigens den Link zu allen Umfrage-Ergebnissen.


Instagram Workshop Teil I: Instagram Basics

Instagram Basics für Gastgeber*innen - Teil I

Wir entwirren das Instagram-Begriffe-Kuddel-Muddel und zeigen Euch, wie Ihr mit ein paar einfachen Tricks und Kniffen ein schickes Insta-Profil zaubert und die richtigen Follower gewinnt.

Instagram ist für Euch als Gastgeber*innen längst nicht mehr nur eine App mit schönen Bildchen, sondern ein wichtiges Marketingtool. Denn durch Instagram habt Ihr den direkten Draht zu Euren Gästen. Die potentiellen Gäste können sozusagen von ihrer Couch aus in Euer schönes Haus und Euren schicken Garten schauen…

Außerdem bleibt Ihr über Instagram zudem in Kontakt mit Euren (Stamm-)Gästen und somit auch durch konstante Präsenz in ihrem Newsfeed für die nächste Urlaubsplanung relevant. Auch kurzfristige Buchungsslots lassen sich so direkt unter die Urlaubsleute bringen! Gerade in diesen unsicheren Zeiten mit Lockdowns, Stornierungs- und Neubuchungschaos ist Instagram daher für Euch Gold wert.

Zudem bieten Social Media im Allgemeinen ein großes Plus für Euch: Ihr könnt den Inhalt komplett selbst gestalten, in den direkten Dialog gehen mit Eurer Zielgruppe  – und das alles bei überschaubaren Kosten.

Und schließlich macht Instagram auch richtig Spaß!

Daher möchten wir mit Euch zusammen ein paar Hürden auf dem Weg zum direkten Insta-Draht zu Euren Gästen abbauen. Mit der nun folgenden Know-How-Sammlung und den Anleitungen, könnt Ihr Euch schnell in Instagram einarbeiten, Euer Profil anlegen und erste Schritte in der Instagramwelt tun. Und auch für „alte Insta-Hasen“ werden ganz sicher ein paar nützliche Tipps dabei rumkommen, wie zum Beispiel unsere App-Empfehlungen für schöne Stories oder auch Infos zum brandneuen Tool „Guides“.

Bitte alle aufpassen jetzt, denn im nächsten Newsletter gibt’s dann den Instagram-Kurs Teil 2 ;-).

Instagram-Begriffe & Features: Insights, Stories, Reels … bitte was?

Wir bringen Ordnung in dieses Insta-Begriffe-Wirrwarr und erklären erst mal Grundbegriffe und die ersten Schritte auf Instagram. Aber auch Insta-Pros sollten jetzt nicht weiterscrollen!

Was ist der Feed?

Wenn Ihr in der Instagram App unten links auf das Haus tippt, gelangt Ihr zu Eurem Feed. In Eurem Feed werden Euch Posts und Stories von Accounts angezeigt, denen Ihr folgt. Mehr dazu, welche Posts Euch hier angezeigt werden und welche nicht, erfahrt Ihr weiter unten im Kapitel „Algorithmus“.

Was ist ein Profil und wie lege ich es an?

Tippt Ihr auf Euer Profilbild unten rechts, gelangt Ihr zu Eurem Profil. Wichtig, wenn Ihr Euch ein neues Profil anlegt: Unbedingt als Unternehmensprofil anlegen, denn nur so könnt Ihr Insights und einige neue Features nutzen. Wie Ihr ein Unternehmensprofil erstellt, findet Ihr hier.

Beschreibt in Eurer Bio (das ist der Text unter Eurem Name, über dem Button „Profil bearbeiten“) WAS (z.B. Bed & Breakfast, Ferienwohnung, Hotel etc.) und WO Ihr seid. Hier solltet Ihr auch nach Herzenslust Emojis verwenden – die springen direkt ins Auge und treffen genau den Ton, den Instagram-Nutzer gewohnt sind.

Vergesst auch nicht, den Link zu Eurer Homepage zu setzen. Solltet Ihr in Euren Beiträgen z.B. ein spezielles Angebot bewerben, macht es auch Sinn, für diese Zeit in Eurem Profil den Link der Angebots- oder der Buchungsseite einzufügen (das geht ganz einfach über „Profil bearbeiten“ unter der Bio). Gebt dann im Beitrag einfach an: „Link in Bio“.

Jetzt kommen wir zu den verschiedenen Ansichten, die Ihr unterhalb Eurer Bio seht: Euer Grid, Reels, IG-TV, Guides und Markierungen.

Das Herzstück Eures Profils – das sogenannte Grid

Die erste Ansicht in Eurem Profil ist Eure Sammlung an geposteten Beiträgen, genannt Grid. Euer Grid ist damit die Visitenkarte Eures Instagram Profils. Daher sollte das Grid sofort verraten, WAS, WO (Ist die Umgebung ländlich oder städtisch? Seid Ihr am Meer oder in den Bergen?) und WIE SCHÖN Euer Ort ist.

Unsere Tipps für ein gutes Grid sind:

⇒Was solltet Ihr zeigen?

Checkt regelmäßig Euren Grid aus der Perspektive eines potentiellen Gastes, der Euer Profil ganz neu entdeckt. Sind unter den Bildern, die in Eurem Grid aktuell ganz oben sind, aussagekräftige Bilder, die zeigen, wie es bei Euch aussieht? Ausschließlich Nahaufnahmen von Vasen – so hübsch sie auch sein mögen – sind daher nicht sinnvoll. Besonders gut kommen Bilder an mit viel Natur, Weitblick, Wasser (Meer, Pool, See etc.) oder Himmel. Findet am besten eine Mischung aus Innenräumen, Außenbereich, Detailaufnahmen und „Goodies“ (dazu unten mehr).

⇒Fotos bearbeiten & hübschen

Findet eine einheitliche und helle Farbgebung der Bilder. Es hilft schon, die Helligkeit (und ggf. die Sättigung) etwas hoch zu ziehen. Diese Bearbeitung könnt Ihr inzwischen ganz bequem direkt in Instagram vor dem Posten vornehmen. Aber auch spezielle Bildbearbeitungs-Apps wie beispielsweise VSCO CAM, SNAPSEED oder AFTERLIGHT machen Sinn, wenn Ihr etwas kleinteiliger bearbeiten wollt, wie zum Beispiel nur einen Teil des Bildes aufhellen. Denn das geht auf Instagram noch nicht.

Eine andere Möglichkeit, um Deinen Beiträgen einen einheitlichen Look zu geben, sind Presets. Einige dieser Fotofilter sind kostenlos, andere kosten zwischen 10 Euro und mehreren 100 Euro. Um die Sache mit den Presets mal auszuprobieren, findet Ihr hier eine Übersicht mit kostenlosen Presets für die ebenfalls kostenlose App ADOBE LIGHTROOM CC. Einmal in die LIGHTROOM App geladen, könnt Ihr Euren Bildern so mit nur einem Klick eine einheitliche Farbstimmung geben. Noch ein Beispiel für schöne Presets: Bei HYPE PRESETS findet Ihr tolle Preset Bundles für 30 Euro – ebenfalls für ADOBE LIGHTROOM CC – von deutschen Blogger*innen.

⇒„Goodies“ – lustige und außergewöhnliche Beiträge, die Kommentare anregen

Damit meinen wir etwas Persönliches, eine Teamvorstellung, z.B. auch Bilder davon, wie Euer Ort vor 50 Jahren aussah oder eine lustige Anekdote. Oder Ihr überlegt Euch typische Begriffe aus Eurer Region. Lustige oder interessante Beiträge werden häufig geliked, geteilt oder kommentiert. Gestaltet diese „Engagement-Posts“ (das ist Marketing-Sprech für einen Beitrag, der viel Interaktion mit den Followern bringen soll) immer im gleichen Layout. Es gibt einige Apps, mit denen Ihr Euch ruckzuck eine Vorlage erstellen könnt, die Ihr dann immer wieder neu befüllt (beispielsweise TYPORAMA, CANVA oder POSTER).

Ein Beispiel:

⇒Hashtags richtig einsetzen

Findet Hashtags, die Eure potentiellen Gäste suchen könnten. Zum Beispiel Hashtags Eurer Region, aber auch Hashtags wie #familienhotel #urlaubmitkindern, #urlaubammeer oder #familienurlaub2021 können Euch neue Follower bringen. Nutzt gerne auch unseren Hashtag #littletravelsociety. Oder startet einen eigenen Hashtag mit dem Namen Eurer Unterkunft. Mit diesem Hashtag können dann auch Eure Gäste Ihre Urlaubsbilder versehen, so dass unter Eurem Hashtag eine Sammlung an schönen Bildern entsteht (sucht doch mal nach “Eurem Hashtag” – vielleicht haben Eure Gäste da schon ganz eigenmächtig eine kleine Sammlung angelegt;-). Darüber, wie viele Hashtags sinnvoll sind, scheiden sich übrigens die Social-Media-Geister. Wir empfehlen maximal zehn Hashtags. Und wenn Ihr zum Beispiel eine Reihe – wie oben vorgeschlagen – mit typischen Redensarten Eurer Region einführt, nutzt für diese Beiträge u. A. immer einen bestimmten Hashtag, beispielsweise #typischapulisch (es macht natürlich auch Sinn, ein paar deutsche Begriffe zu nutzen für Eure Hashtags, wenn Ihr von deutschen Familien gefunden werden wollt).

⇒Markierungen nutzen

Markiert (auf Englisch „taggt“) Personen oder Orte in Euren Beiträgen. Die so Angeschubsten werden meist neugierig und sehen sich den entsprechenden Post an. Vielleicht markiert Euch dann wiederum auch der Getaggte oder teilt den getaggten Beitrag in seiner Story.

Falls Ihr in einem Bild nicht markiert sein möchtet, könnt Ihr die Markierung übrigens auch löschen.

Gut zu wissen: Beiträge anderer Profile kann man auch ohne Verlinkung („@Profilname“) oder Markierung in seinen Stories teilen! Im Gegensatz zu Stories anderer Accounts. Die kann man nämlich nur teilen, wenn man selbst darin getaggt wurde. Damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt: den Stories!

Stories – wo man sie findet, wie und warum man sie füllen sollte

„Instagram Stories“ ist eine Funktion, mit der Ihr eine „Slideshow“ von Fotos, Videos oder Textinhalten und vielem mehr erstellen könnt. Nach 24 Stunden verschwinden die Bilder der Slideshow automatisch. Ein Snippet (eine Sequenz) geht dabei 15 Sekunden. Sowohl wenn Ihr live filmt, als auch wenn Ihr ein bereits gedrehtes Video in die Stories hochladet, teilt Instagram das Bewegtbild daher automatisch in Snippets von 15 Sekunden. Wenn Ihr in den Stories ein Bild oder Textchart postet, ist es für 15 Sekunden zu sehen. Durch Auflegen des Fingers kann der/die Nutzer*in die Story jedoch anhalten (um zum Beispiel ein Textcharts zu lesen). Durch Tippen an den linken Rand kann der/die Nutzer*in einen Snippet zurück gehen und durch Tippen an den rechten Rand auf das nächste Snippet springen. Durch Wischen von rechts nach links, verlasst Ihr die Story und landet im nächsten Account Eures Newsfeedes, der eine Story anbietet. Ab einer Followerzahl von 10.000 könnt Ihr übrigens „Swipe Up“-Links in Eure Stories einfügen und direkt aus den Stories heraus auf Websiten verlinken.

Hier zeigen wir Euch mal, wie es funktioniert, einen Beitrag (in diesem Fall aus unserem eigenen Feed) in den Stories zu posten, ganz einfach mit diesem Symbol 

Unsere Tipps für Eure Stories

⇒Eigene Posts in der Story zeigen

Nutzt die Stories, um Eure Beiträge im Feed zu bewerben. Tippt dafür auf den Pfeil unter dem Bild in Eurem Feed und dann auf „Beitrag in deiner Story teilen“ – dann kommt Ihr in den Gestaltungs-Modus der Instagram Stories und könnt den Beitrag verschieben, GIFs, Verlinkungen, Musik etc. hinzufügen. Es macht daher durchaus Sinn, eigene Beiträge/Posts aus dem Grid auch in der Story zu bewerben, da manche Nutzer zwar Eure Stories ausgespielt bekommen, Euren Beitrag aber nicht in ihrem Feed sehen (mehr dazu unter „Algorithmus)“. Durch Tippen auf das Bild in der Story gelangen die Nutzer dann auf Euren eigentlichen Beitrag.

⇒Steter Tropfen höhlt den Stein

Befüllt die Stories möglichst konstant. Besonders beliebt ist Bewegtbild. Zeigt Eure schöne Landschaft, interessante Orte, Eure Umgebung. In den Stories müsst Ihr nicht immer eine konkrete Botschaft haben. Es reicht, eine stimmungsvolle Landschaftsaufnahme mit einem Lied zu hinterlegen.

⇒Apps nutzen

Es gibt mehrere Apps fürs Gestalten von Stories, wie zum Beispiel bei STORIES ART, NICHI, FASTORY, STORYHEAP, STORY LAB, STORY MAKER oder MOSTORY. Hier gibt es monatlich neue Apps – Durchstöbern lohnt sich.

⇒Highlights füllen

Speichert Stories, die Ihr dauerhaft auf Eurem Profil sichtbar haben möchtet, als „Story Highlight“ ab. So gehts: Ihr seht am Ende oder am Anfang der Highlights eine Highlight-Bubble mit einem +. Da tippt Ihr drauf und gelangt automatisch ins Archiv Eurer Stories, wählt die Snippets aus, die im Highlight erscheinen sollen, legt einen Namen fest. Das Titelbild könnt Ihr aus den Story-Snippets auswählen oder über das Fotosymbol extern reinladen.

 

⇒Little Travel Society taggen

Taggt uns (@little_travel_society) in Euren Stories, wenn Ihr zum Beispiel kurzfristige Verfügbarkeiten kommunizieren wollt, die wir dann reposten für unsere Leser. Bitte beachtet jedoch, dass wir nur Snippets reposten (“in unserer Story posten”) können, wenn wir getaggt wurden. Wichtig: Wenn Eure Story mehrere Snippets lang geht, taggt uns bitte in jedem Snippet, sonst können wir nicht alle reposten. Markiert uns gerne in Stories, die Eure Besonderheiten zum Ausdruck bringen. Das Reposten von Euren Stories machen wir weiterhin kostenfrei.

Die neuen REELs – wozu die Filmchen gut sind

Reels sind ein relativ neues Format in Instagram, mit dem man 15- oder 30-sekündige Videos mit Musik und Effekten erstellen kann. Das wirkt oft richtig professionell und macht bei den Followern richtig Lust auf mehr. Ein großes Plus von Reels ist, dass sie auch in der Reel Explore Seite angezeigt werden. Dadurch können Nutzer, die Euch bislang noch nicht folgen, auf Euch aufmerksam werden.

Reels können auch als Beitrag und in den Stories geteilt werden. Nutzt auch hier aussagekräftige Hashtags, um Eure Chance, von neuen Nutzern gefunden zu werden, zu erhöhen.

IG-TV – eher ein Nice-to-Have als ein Must-Do

Mit Instagram TV könnt Ihr längere Videos (mehr als 60 Sekunden) hochladen, zum Beispiel einen Imagefilm. Nutzt auch hier wieder aussagekräftige Hashtags. Da IG-TV nicht zu Eurem Engagement-Faktor zählt (dazu unter Engagement & Algorithmus mehr), ist IG-TV für uns jedoch nur ein „Nice to Have“ und eine gute Plattform, um längere Videos im Instagram Account zu haben, aber kein Punkt, an dem Ihr bei den ersten Schritten auf Instagram arbeiten müsst. Falls Ihr Euch aber doch einarbeiten wollt, gibt es ausführlichere Info zu IG-TV hier.

Die neuen GUIDES – gerade für die Tourismusbranche interessant!

Die neue Funktion „Guides“ ist gerade für die Tourismusbranche ein interessantes, neues Feature. Mit Guides könnt Ihr nämlich innerhalb Eures Profils einen Blogbeitrag erstellen, in den Ihr eigene Beiträge, aber auch Beiträge anderer Accounts (z.B. Eure Lieblingseisdiele, ein schickes Wandercafé) zu einem Guide zusammenfassen könnt.

Schaut Euch dazu gerne als Beispiel unseren neuen Apulien Guide an.

Eine detaillierte Anleitung zum Erstellen vom Instagram Guides findet Ihr hier.

Statistiken und wie Ihr sie zum Guten wendet

Was ist das genau – Engagement und Algorithmus?

Liken, kommentieren, teilen, speichern  – das alles wird bei Instagram als „Engagement“ bezeichnet. Und wenn Ihr ein Bild postet, möchtet Ihr dafür natürlich viele Herzen (=Likes) bekommen. Aber warum ist das Engagement so wichtig für Euren Instagram Account?

Weil viel Engagement Euer Ranking im Algorithmus verbessert! Um den sagenumwobenen Algorithmus ein bisschen zu verstehen, müssen wir ein wenig ausholen: Seit 2016 spielt Instagram Beiträge im Newsfeed nicht chronologisch, sondern interessensbasiert aus. Aus Sicht der Nutzer*innen werden so Beiträge von Accounts präferiert ausgespielt, mit deren Inhalten sie in der Vergangenheit schon interagiert haben. Interagieren heißt in diesem Fall:

  • Einen Beitrag liken, kommentieren, versenden oder speichern
  • Auf eine Story reagieren (Smiley oder Text senden, Fragesticker beantworten etc.)
  • Hohe Verweildauer auf Beitrag, Story, Reel, Guide etc. (IG-TV zahlt nach Angaben von Instagram nicht auf gleichem Niveau wie der klassische Feed in den Algorithmus ein)

So ermittelt Instagram aus dem Verhalten des Nutzers, welche Inhalte / welchen Account der Nutzer gut findet.

Wir haben übrigens absichtlich geschrieben „ein bisschen verstehen“, denn Instagram bzw. der Mutterkonzern Facebook macht die Zusammensetzung des Algorithmus nicht transparent. Wir wissen, dass Engagement ein entscheidender Faktor ist und, dass Unternehmensprofile bevorzugt ausgespielt werden, aber die genaue Zusammensetzung der Faktoren, die den Algorithmus bestimmen, kennt niemand. Und unter anderem, damit auch niemand dem Algorithmus auf die Schliche kommt, wird dieser gerne mal verändert. Wundert Euch also nicht, wenn Ihr auf einmal wesentlich mehr oder wesentlich weniger Likes als sonst bekommt. Dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass Instagram/Facebook mal wieder am Algorithmus gedreht hat.

Was wir aber mit Sicherheit wissen:

  • Je mehr Engagement (Interaktionen & Verweildauer) der/die Nutzer*in auf Euren Inhalten (Beiträge, Stories, Reels, Guides etc.) hat, desto höher werdet Ihr im Algorithmus des/der Nutzers/Nutzerin eingeordnet.
  • Um zu testen, wie ein Account im Algorithmus eines neuen Nutzers/Nutzerin einzuordnen ist, werden Eure Inhalte weit oben ausgespielt. Interagiert der/die Nutzer*in dann direkt mit Euren Inhalten, ist das natürlich gut für Euren Account.

Unsere Tipps, um Euren Algorithmus zu pimpen:

  • Postet Beiträge an den Tagen, an denen Eure Nutzer*innen am aktivsten sind (siehe Insights). Auch die Uhrzeit ist relevant: Meist funktionieren Posts sehr früh morgens (ca. 6 Uhr) oder zur Primetime um 20 Uhr am besten.
  • Postet regelmäßig Stories: Je mehr Stories, desto besser. Denn durch Stories könnt Ihr die Verweildauer stark erhöhen.
  • Pusht Engagement durch Fragen in den Beiträgen und den Stories. In den Stories könnt Ihr einfach die Fragesticker nutzen. Stellt auch mal Fragen zu Eurem Tagesgeschäft, wie z.B. „Sollen wir morgen Schokotorte oder Apfelkuchen für unser Café backen?“.
  • Ermutigt Eure Gäste, Euch in ihren Urlaubsbildern auf Insta zu verlinken. Ein simpler Aufsteller an der Rezeption genügt: „Taggt uns auf Instagram: @profilname
  • Interagiert mit den Followern. Wenn jemand einen Kommentar schreibt, antwortet darauf baldmöglichst (auch wenn es nur ein „Danke für Dein Feedback“ ist) und „herzt“ den Kommentar.
  • Nutzt Engagement Posts (wie oben beschrieben)
  • Erstellt die neuen Guides mit netten Ausflugszielen und Tipps zur Region. Denn das pusht auch wieder die Verweildauer auf Euren Inhalten und verbessert so Euren Algorithmus.
  • Wer noch mehr machen möchte: Ladet Blogger*innen ein, die vor Ort berichten, Euch in Ihren Stories und Beiträgen verlinken. Kost und Logis sollten für ungefähr eine Woche übernommen werden (je nach Größe der/des Blogger*in). Gerne könnt Ihr uns ansprechen, wenn Ihr unsicher seid, wer ein/eine passende(r) Blogger*in für Euch sein könnte – wir haben gute Kontakte. Wichtig ist jedenfalls: Es sollte nicht nur die Anzahl der Follower ausschlaggebend sein für Eure Entscheidung für oder gegen eine(n) Blogger*in. Wir haben schon mit vielen Blogger*innen gearbeitet und die Erfahrung gemacht, dass weniger viel mehr sein kann, wenn die Zielgruppe stimmt und der/die Blogger*in mit viel Leidenschaft berichtet.
  • Und zu guter Letzt: Werbung schalten hilft auch und muss nicht gleich ein Vermögen kosten. Ein kleiner Ausblick dazu folgt am Ende.

Was Euch die Insights verraten und was nicht

Die Insights, also Nutzungs-Statistiken Eures Instagram-Profils, findet Ihr unter „Insights“ oder oben rechts unter den drei Strichen versteckt (Unterreiter „Insights“).

Dort könnt Ihr Euch einige Kennzahlen anzeigen lassen. Unserer Erfahrung nach sind jedoch einige Zahlen mit Vorsichtig zu genießen. Wir haben in unserem Profil mehrfach festgestellt, dass die Anzahl der neuen Follower in den Insights nicht mit der realen Anzahl, die wir in unserem Profil sehen, übereinstimmte. Es gibt aber zwei Kennziffern, die wir Euch gerne ans Herz legen würden:

  • Erreichte Konten pro Tag: Wenn Ihr dort regelmäßig vorbei schaut, könnt Ihr feststellen, welcher Wochentag für Euch am besten funktioniert (und diesen Tag zu einem festen Posting-Tag machen).
  • Top Beiträge: Basierend auf den Interaktionen werden hier Eure „erfolgreichsten“ Beiträge aufgelistet. Vielleicht könnt Ihr ja ein Muster erkennen, wie zum Beispiel „Außenaufnahmen funktionieren für unseren Feed am besten“ oder „Bilder von unserem Pool werden besonders häufig geliked“. Daraus könnt Ihr für Euch eine Strategie ableiten, welche Art von Bildern Ihr in Zukunft häufiger postet.

Werbung auf Instagram

Das Schalten von Werbung verbessert für den Moment auf jeden Fall auch Euer Ranking im Algorithmus.

Wie viel Werbung auf Instagram kostet, kann man nicht pauschal sagen, denn das hängt von vielen Faktoren ab:

  • Targeting (also welche Zielgruppe Eure Werbung erreichen soll)
  • Platzierung der Werbung
  • Format (Bild, Video, mehrere Bilder) etc.
  • Saisonalität – vor Weihnachten sind Ads z.B. teurer, denn viele Unternehmen wollen zu dieser Zeit werben

Unserer Erfahrung nach kann man jedoch schon mit einem Budgeteinsatz von 30 Euro pro Woche gute Ergebnisse erzielen. Dabei könnt Ihr auch verschiedene Ziele festlegen, z.B. das Gewinnen von neuen Followern oder auch mehr Klicks auf Eurer Website. Welche verschiedenen Formen der Werbung auf Instagram es gibt und wie Ihr eine Werbe-Kampagne einstellt, findet Ihr hier.

Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und noch mehr über Instagram für die Touristikbranche erfahren will, dem empfehlen wir diesen Artikel.

So! Jetzt müsstet Ihr für die große Instagram-Sause gerüstet sein. Wir lassen Euch aber auch bei den weiteren Schritten nicht allein – für den Instagram-Workshop Teil 2 würden wir gerne Eure Fragen und Themen einbinden. Schreibt uns diese gerne in die Kommentare unter diesem Artikel. Wir greifen diese Fragen dann für den Instagram-Workshop Teil 2 auf.

Wenn Ihr Fragen zu diesem Workshop habt, könnt Ihr Euch gerne an unser Social-Media-Team – bestehend aus Hanne und Antonia – wenden. Hanne erreicht Ihr unter [email protected] und Antonia unter [email protected].